Das Forschungsprojekt LinkMedR, „Linkage von Krebsregisterdaten mit anderen medizinischen Registern“, untersucht, wie Daten aus den Krebsregistern mit bestehenden medizinischen Registern – etwa zu Rheumatoider Arthritis, Multipler Sklerose und Mukoviszidose – verknüpft werden können. Ziel ist es, die Machbarkeit solcher Datenabgleiche zu prüfen und wichtige klinische Fragestellungen zu beantworten, beispielsweise zum Krebsrisiko, zu Therapiesicherheit und zu Verläufen.

Datenschutz und wissenschaftlicher Mehrwert

Die Verknüpfung erfolgt datenschutzkonform über pseudonymisierte Daten und in enger Abstimmung mit Datenschutzbeauftragten und Ethikkommissionen. So entsteht ein faktisch anonymisierter Analysedatensatz, der wertvolle wissenschaftliche Auswertungen ermöglicht.

Netzwerktagung und Deutscher Kongress für Versorgungsforschung

Im September 2025 wurde LinkMedR gleich auf zwei großen Fachveranstaltungen vorgestellt:

  • Auf der Vernetzungstagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) präsentierte Melanie Effenberger (Institut für digitale Gesundheitsdaten, Mainz) in ihrem Vortrag die Projektziele, den Ablauf der Datenverknüpfung sowie die besonderen Anforderungen an Datenschutz und Einwilligung.
  • Beim Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) in Hamburg stellte Dr. Anne Regierer (Deutsches Rheuma-Forschungszentrum, Berlin) ein Poster zu LinKMedR vor, das die klinischen Fragestellungen des Projekts in den Vordergrund stellte.

Beide Beiträge machen deutlich: Die Nutzung und Verknüpfung bestehender Registerdaten eröffnen neue Perspektiven für Forschung und Versorgung und kann helfen, Therapien und Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.

Hier finden Sie die Präsentationen zum Download:

Weiterführende Links

Ansprechpartnerin und Ansprechpartner

PD Dr. Anne Regierer – anne.regierer@drfz.de

Dipl.-Math. Tobias Hartz – t.hartz@kk-n.de